Gemeinsam die Wärmewende gestalten: Großlangheim, Kleinlangheim und Wiesenbronn starten die Kommunale Wärmeplanung im Konvoi
Um das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 in der Bundesrepublik Deutschland zu erreichen, ist eine Transformation der Wärmeversorgung essenziell, da rund 50 % des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs auf die Bereitstellung von Wärme entfallen. Ein wichtiges Instrument hierbei stellt die kommunale Wärmeplanung dar, im Rahmen derer eine gemeindespezifische und nachhaltige Strategie für den Umstieg auf erneuerbare Energien im Wärmesektor erarbeitet wird. Für kleinere Kommunen bietet das Wärmeplanungsgesetz die Möglichkeit sich in einem sogenannten Konvoi zusammenzuschließen. So haben auch die Gemeinden Großlangheim, Kleinlangheim und Wiesenbronn beschlossen, die Wärmeplanung gemeinsam zu erarbeiten, um Wissen zu bündeln und Ressourcen effizient zu nutzen.
Rechtlicher Rahmen und Zeitplan
Obwohl Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern die Wärmeplanung erst bis zum 30. Juni 2028 abgeschlossen haben müssen, ist die Verwaltungsgemeinschaft Großlangheim bereits im Oktober 2025 in die Umsetzung gestartet. Dies soll sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch den Unternehmen, Handwerksbetrieben und Energieversorgern frühzeitig Planungssicherheit bieten, Fehlinvestitionen vermeiden und die CO2-Emissionen im Wärmesektor bis 2045 effektiv senken. Das Erarbeiten des kommunalen Wärmeplans wird etwa ein Jahr in Anspruch nehmen und setzt sich aus den folgenden vier Schritten zusammen:
Bestandsanalyse: Umfangreiche Datenerhebung zur aktuellen Wärmeversorgung
Potenzialanalyse: Erhebung der lokal verfügbaren Potenziale erneuerbarer Energien und Abwärme sowie Ermittlung der Energieeinsparpotenziale
Zielszenario: Darstellung der klimaneutralen Wärmeversorgung in der Kommune bis spätestens 2045
Umsetzungsstrategie: Formulierung eines Transformationspfades mit ausgearbeiteten Maßnahmen
Fachliche Ausarbeitung durch die LKW Kitzingen und die prosio engineering GmbH
Mit der fachlichen Ausarbeitung wurde die LKW Kitzingen in Zusammenarbeit mit dem Ingenieursbüro prosio engineering GmbH aus Lauf an der Pegnitz beauftragt. In diesem Verbund kann zum einen von dem lokalen Know-How des Energieversorgers und zum anderen von der fachlichen Expertise des auf innovative Energiekonzepte spezialisierten Planungsbüros profitiert werden.
Bürgerbeteiligung und Transparenz
Im Rahmen der Akteurs- und Öffentlichkeitsbeteiligung werden zudem alle Bürgerinnen und Bürger in regelmäßigen Abständen über den Status der kommunalen Wärmeplanung auf der Webseite der Verwaltungsgemeinschaft das Mitteilungsblatt informiert. Zum Abschluss des Wärmeplans ist im Herbst 2026 eine Bürgerinformationsveranstaltung geplant. Bei Fragen oder Hinweisen zu vorhandenen Potentialen oder Bestandsnetzen können Sie sich gerne an folgende E-Mailadresse wenden: waermeplanung@lkw-kitzingen.de
Es wird darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Wärmeplanung keine individuelle Heizungs- oder Energieberatung erfolgt. Je nach Anzahl der Anfragen können wir auch nicht jede Nachricht persönlich beantworten. Wesentliche Fragen werden in den regelmäßigen Updates aufgegriffen.
Weitere Informationen zur Wärmeplanung können über die nachfolgenden Links abgerufen werden:
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen >>hier<<
Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) >>hier<<