Pfarrkirche

Kirche durch die Pappelallee gesehen

Die Pfarrkirche Zum Heiligen Kreuz

von Rosmarie Hofmann

Seit „unvordenklichen Zeiten“ steht auf diesem Hügel über Wiesenbronn eine Kirche. Die jetzige Kirche wurde 1603 erbaut. Sie ist nach Osten hin, zum Aufgang der Sonne, ausgerichtet. In ihrer jetzigen Ausgestaltung kommt die Kirche ihrem Originalzustand sehr Nahe.

Die Schwippböden, die das Kirchenschiff vom Chor trennen betonen den Renaissancecharakter der Kirche. Altar, Kanzel, Taufstein und das Siebenergestühl im Chorraum sowie die Empore entsprechen diesem Stil, der die Waagrechte betont und Elemente der griechisch-römischen Kunst wieder aufnimmt. Die Kirche wurde 1603 – 1605 einheitlich in diesem Stil ausgestattet, während Fenster und Portale noch im gotischen Stil gebaut wurden. Den Altar in der Apsis hat Hans Heunisch aus Kitzingen 1605 gemalt – in Repperndorf steht ein ganz ähnliches Werk von ihm aus dem Jahr 1608. Der Altar ist klar gegliedert: Vom Kreuz oben durch die Erzählbilder mit den beiden Sakramenten Taufe und Abendmahl, hin zum Kreuz in der Predella. So hängt der Altar eng mit dem Namen der Kirche zusammen: Zum Heiligen Kreuz. Der Altar stand bis 1911 vor der Säule. Dorthin gehört er auch nach dem Raumkonzept der Kirche von 1603. (An seiner Stelle steht heute der Tischaltar.) Johannes Büttner und seine Frau sind im Altarraum begraben, die Bronze-Grabtafeln sehen Sie an der Südwand.

Der Taufstein wurde von Peter Meurer gearbeitet, der um 1600 einen sehr ähnlichen für die evangelische Stadtkirche in Kitzingen gemeißelt hat. Das Bild im Schalldeckel der Kanzel ist – wie der Altar – von Hans Heunisch. Es ist eine eindrucksvolle Darstellung der Auferstehung Christi.

1737 – 1739 ließen die Wiesenbronner die Kirche renovieren: Die Fresken im Chorraum, an der Nordwand und an der Empore verschwanden unter weißem Putz. Johann Michael Becker, ein Bildhauer aus Dettelbach, schuf damals die Figuren und den barocken Zierrat an der Kanzel, dem Schalldeckel, auf dem Taufstein und am Altar. Besonders auffällig ist das Grabplatten-Relief des Rittmeisters Reinhold von Weiden, der 1680 hier verstarb und beerdigt wurde.

Der Platz um die Kirche war früher Friedhof und bildete durch die umgebenden Gebäude eine Kirchenburg. Bis etwa 1860 war der Zugang mit einem wehrhaften Tor versehen. Der im Pflaster erkennbare Fisch ist 1998 entstanden. Die nördliche Wehrmauer der Kirchenburg ist noch vorhanden. Im Westen steht das Schulhaus, das mehrfach erweitert wurde. Die südliche Grenze bildet das ehemalige Zehnthaus, in dem Naturalien als Steuern abgeliefert und aufbewahrt wurden. Es zeigt am deutlichsten noch den Festungscharakter der Anlage. Östlich der Kirche steht das Pfarrhaus, das anlässlich eines Neubaus aus der Kirchenburg herausversetzt wurde. So ist der kleine Garten entstanden. Deutlich älter als die jetzige Kirche sind die Gadenkeller, die die Kirchenburg nach Nord-Osten hin vervollständigen.

Die Kirche - Höhepunkt des Dorfes

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Kirche und Kirchenburg

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Kirche im Abendrot

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